Fragmente des Banalen
Ich sitze, ich stehe, ich atme. Ich bin voller Tatendrang und trotzdem blockiert; gefangen in einem Meer von Aufgaben, die auf mich warten und zu erledigen sind. Das Meer ist stürmisch, Wellen schlagen bedrohlich über mir zusammen. Die Aufgaben sind Routine, ich bin noch nicht fertig, es muss weiter- und weitergehen. Aber wieso? Die Fragmente, sie sind da und werden nun auch sichtbar.
Draht und Holz bahnen sich ihren Weg durch den Raum, begegnen sich und fangen an sich zu verweben, mal dichter, mal weniger dicht. Es ist ein kontinuierliches Auf und Ab. Es ist ein Spiel des Zusammenkommens und des Auseinandergehens. Es sind Fragmente, meine Fragmente des Alltags und seiner Erinnerung.
Jener Alltag, der «nicht der Rede wert» ist. Erschöpft zu sein oder am Alltäglichen zu hadern wird oft «unter den Teppich gekehrt», denn es ist kein Gesprächsthema, das sich leicht anschneiden lässt.
Und doch prägt uns der Alltag, er bestimmt einen Grossteil des Tagesverlaufs und ist nebenbei zu bewältigen. Wobei es Tage gibt, an denen wenig passiert. Alles scheint zu viel, um mit der täglichen Routine zu beginnen oder einfach inmitten der Arbeit Routinen zu entfliehen.
Die Etablierung von Routinen zur Gestaltung des Alltags ist wichtig. Doch an manchen Tagen geht alles schneller als sonst und manchmal geht gar nichts.
Diesem Gefühl des täglichen Lebens, dieser Verwobenheit möchte ich Raum geben und mit meinem Wissen und meinen Erfahrungen einen Gefühlszustand abformen. Wie wird dies erlebt? Verändert sich etwas, weil ein Raum geschaffen wurde, in dem Unbekanntes dargestellt wird? Es ist ein Impuls, ein Anstoss, das Thema aufzugreifen und ihm einen Platz zu geben.