Larvende Zeichen::Phänomen Nsi-nings
Die gegenständliche Wirklichkeit ist durchdrungen von vielschichtigen semiotischen Bezügen und Wirkungsweisen, die sich als Zeichen manifestieren. Das Spannungsfeld imaginativer Kräfte beeinflusst das Verhältnis von Mensch und Zeichenwelt. Die Imaginatologie untersucht oszillierende, uneindeutige Formen auf ästhetische Qualitäten und Wirkungen als Teil der Wirklichkeitskonstruktion.
Das Phänomen Nsi-nings beschreibt eine besondere Typologie von zwei- und dreidimensionalen Zeichen sowie eine Methode zu ihrer Entdeckung. Die Imaginatologie nimmt sich Zeichenwelten zum Untersuchungsgegenstand für wirklichkeitsanalysierende Erkenntnisse. Neben bekannten Zeichen und Symbolen lassen sich mit geschultem Blick undefinierte Zeichen entdecken und für die Praxis der Imagination, aber auch zur Untersuchung ästhetischer Zusammenhänge nutzen.
Mittels einer Handlungsanleitung ist das interessierte Publikum eingeladen, den Blick auf Spuren und Formen des Alltags zu richten und damit als handelnde Akteur:innen in einem ästhetischen Feld aktiv zu werden. Dieser Vorgang hebt ästhetisches Empfinden ins aktive Bewusstsein und reflektiert hermeneutische Wirkungsweisen.
Eine umfassende Recherche dokumentiert bisherige Funde und präsentiert sie in einer Sammlung. Sie gewährt einen exklusiven Einblick in die funkelnde Gründungsphase einer Forschungsdisziplin, die noch zahlreiche erkenntnistheoretische Entdeckungen bereithält.
Aktuell beginnen die Grenzen von Wirklichkeit gegenüber Fiktionalität und Narration mehr und mehr zu verschwimmen, falls sie je als klare Grenzen zu erkennen waren. Ziel der Imaginatologie ist es also, imaginative Kräfte als solche zu benennen, offenzulegen und bekannt zu machen