Untersuchungen am Menschen
Till Veltens Gespräche
«Das Gespräch ist für mich das spannendste Mittel, um in der Welt zu forschen», sagt Till Velten. Seit 2001 wendet er dieses Mittel an und erkundet, was ihm in seiner Umgebung auffällt. Er richtet sein Interesse auf Berufsleute, die in einer dienenden Funktion stehen: auf einen Wachmann an der Kunstmesse, auf zwei Pizzabäcker, auf eine Seelsorgerin, einen Übersetzer, eine Restauratorin, eine Lehrerin, auf Pfarrer und Psychoanalytiker, auf eine Masseurin, einen Coiffeur, einen Künstler. Er richtet sein Interesse auf Menschen, die ihre Freizeit mit einer Passion ausfüllen, die Berufsleuten in der Regel abgeht: einen Steinesammler, einen Mineralienmaler und einen Imker. Er richtet sein Interesse auf Dinge, die ihm in seiner Umgebung auffallen und befragt Leute dazu: eine extrem schmale Fassade eines Hauses, ein halböffentlicher Garten, ein Bild in einem Fenster. Er richtet sein Interesse auf Unternehmen, Vereine und Institutionen: das Swarovski-Imperium oder die deutsche Nationalmannschaft der Fussballerinnen. Und er richtet sein Interesse schliesslich auf Fragen, die ihn beschäftigen: Was passiert im Unbewussten? Wie drücken sich Menschen aus? Was verbergen sie? Welches sind ihre Sorgen und Ängste, Ziele und Wünsche? Wie hilft man Menschen? Wie erleben sie Krankheiten? Was ist nach dem Tod? |
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