Mapping ist in erster Linie als Methode interessant, als eine spezifische analytische Strategie oder eine Technik der Analyse. Die kontinuierliche Arbeit an der Anordnung von Informationen, Hinweisen und Geschichten, durch Reihungen, Schichtungen und Vernetzungen, Kategorisierungen, Gewichtungen und Inverhältnissetzungen erlaubt andere Formen der Vergegenwärtigung von Ereignissen und Zusammenhängen. Die Arbeit an der Repräsentation eines momentanen Wissensstandes und die Einsichten und Debatten, die sich daraus wiederum ergeben sind die wesentlichen Ergebnisse, wesentlicher als allfällige Karten, die dabei entstehen. Mappings sind Prozesse der Wissensproduktion in Kooperation zwischen Akteuren aus unterschiedlichen Bereichen, etwa der Forschung, der Kunst oder des Aktivismus. Sie ermöglichen die gemeinsame Aushandlung von Begriffen, Bildern, Bezeichnungen, Bedeutungen und dabei entsteht eine Art gemeinsames Koordinatensystem, an dem sich zukünftige Forschung oder zukünftiges Handeln orientieren kann. Das Ergebnis von Mappings sind strategische Darstellung, Kontextualisierungen von Wissen, in denen die dargestellten Zusammenhänge auch über den Kreis der involvierten ForscherInnen hinaus zur Disposition gestellt und verhandelbar gemacht werden. Somit sind Strategien des Mapping auch immer Kommunikationsstrategie.
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Discourses, MigMap - Mapping Politics on Migration, www.transitmigration.org/migmap 2005 |