> INVENTAR #1 Projekt mit Werken der Sammlung des Glarner Kunstvereins im Kunsthaus Glarus 2006. Im Projekt INVENTAR #1 interessiert sich value vor allem für Bilder, die das Verhältnis von Malern zu ihrer eigenen Arbeitssituation im Atelier thematisieren. Das Maleratelier wird hier als eine visionäre Kammer verstanden, die im Kontrast zum Arbeitsfeld im Freien steht. Selbstporträts, in welchen sich die Künstler in ihrem Arbeitsraum abbilden und bei welchen die dargestellten Interieurs meist eine wesentliche kompositorische Rolle spielen, dienen als Ausgangslage für die Rauminstallationen in den zwei Sammlungsräumen des Kunsthaus Glarus. Im Zentrum der Auseinandersetzung des Projektes INVENTAR #1 stehen also Fragen nach Herstellungsprozessen und künstlerischen Verfahren, welche zum vollendeten Werk führen. |
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Eigentlich gehörten die mit opulenten goldenen Rahmen versehenen Werke an die Wand; hier werden sie jedoch mit Ironie so präsentiert wie man ihnen im Laufe des Entstehungsprozesse, im Künstleratelier begegnen könnte. Während die vollendeten Kunstwerke auf Staffeleien im Raum stehen, werden J. G. Steffans vorbereitende Landschaftsskizzen, die im Gegensatz zu den Ölgemälden tatsächlich in der freien Natur entstanden sind, an der Wand präsentiert. |
INVENTAR #1 spielt – mittels der Auswahl der Werke und ihrer Inszenierung – auf unterschiedliche „Kunsträume“ und deren Funktionen an und stellt damit den sonst meist unsichtbaren Zusammenhang zwischen dem Ort der Herstellung und dem Ort der Präsentation eines Kunstwerkes dar: das Atelier, als Ort der Produktion, der Ausstellungsraum, als Ort der Wahrnehmung, und das Magazin, als Ort der Aufbewahrung. Letzteres wird eindrücklich erlebbar durch ein eigens dafür in der Türe eingelassenes Fenster, welches den Einblick in einen der Lagerräume und auf das grosses Selbstbildnis des Glarner Künstlers Jakob Wäch (um 1917) erlaubt." Nadia Schneider, Direktorin Kunstmuseum Glarus
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