SAMMLUNGSLOGE

Ein Projekt von value zur Kunstsammlung der Stadt Bern in der LOGE, 2007

"Der Stadtgalerie-Pavillon wird von den Gastkuratoren von value (Christoph Lang und Stephan Meylan) für zwei Monate als Projektlabor und Ausstellungsraum zur Erforschung der städtischen Kunstsammlung von Bern eingerichtet. Die Besucher erhalten über verschiedene Vermittlungsformate Einblick in die Sammlung und ihre kulturpolitische Dimension. Im Projekt "SAMMLUNGSLOGE" von wird die vielfältige Sammlungstätigkeit der Stadt Bern als Fördermodell und Kunstinvestition thematisiert.

Während Jahrzehnten sammelte die Stadt Bern Kunst und verwendete diese vor allem zu Repräsentationszwecken in Büroräumen, Treppenhäusern und Gängen der Städtischen Verwaltungsgebäude. Die Entstehungsgeschichte der Sammlung hält dem offiziellen Kunstverständnis der Stadt Bern einen Spiegel vor: Geschmacksfragen der verschiedenen Epochen treffen auf Fragen nach dem dekorativen Wert und der praktikablen Handhabung von mehrheitlich flacher Kunst. Wie für jede Kunstsammlung stellen sich zusätzlich grundsätzliche Fragen nach der Archivierung und Restaurierung, der Bewirt- schaftung und Nutzung, der wissenschaftlichen Aufarbeitung und den ökonomischen Bedingungen und Strategien.

Das Projekt umfasst eine PROGRessive Installation in der LOGE in drei Phasen, zwei Gesprächsveranstaltungen mit namhaften Fachleuten und drei spezielle Führungen in städtische Verwaltungsgebäude.

  Loge
   


Die Installation geht von einer räumlichen Bürosituation von Mitte 20. Jahrhundert aus und nähert sich mit verschiedenen Bezügen der Gegenwart an: so werden schliesslich auch diesjährigen Ankäufe der städtischen Kunstkommission Teil der Installation.

In der neuen, integrierten Videoarbeit von value kommen erst Stadtangestellte und Politikerinnen als Nutzer der Kunstsammlung zu Wort. Im Verlaufe des Projektes werden sich zusätzlich Künstlerinnen und Mitglieder der Kunstkommission äussern.

 

Die Stammblätter des gesamten Bestands der Städtischen Kunstsammlung können von den Besuchern in der Ausstellung eingesehen werden, zugleich sind zahlreiche Fotos von Kunstwerken im Internet unter dem Suchwort Sammlungsloge auf der Webseite www.flickr.com abrufbar.

Die kostenlosen Führungen in die Büros und in das Sammlungsarchiv werden von städtischen MitarbeiterInnen für das interessierte Publikum angeboten. Für die beiden Podiumsdiskussionen konnten namhafte Experten verpflichtet werden u.a. verschiedene Mitglieder der städtischen Kunstkommission." Pressemitteilung