Anna-Lisa Ellend

By Rene Gisler on
Gurlitts entarteter Schatten – 2018

Anfang November 2017 fanden die fünf Aufführungen von „Gurlitts entarteter Schatten“ in den Vidmarhallen Bern statt, eine Produktion des Stadttheaters Bern /Berner Bühne. Für die Regie, Konzept und Text waren Schauplatz International (Anna-Lisa Ellend, Albert Liebl) verantwortlich, das Stück war zugleich auch meine künstlerisch-praktische Arbeit des Masterstudiums. Schauplatz International (Anna-Lisa Ellend, Albert Liebl) wurde 2016 angefragt, die dritte Produktion für die „Berner Bühne“ zu erarbeiten, ein KOOP Format des Stadttheaters Bern, das Berner LaiendarstellerInnen integrieren und die Bühne für BernerInnen öffnen und zugänglich machen soll. Die Einbindung von Laien in ein Theaterprojekt oder eine Performance war für uns v.a. seit „Die Kleist Retraite“ (Thun 2011) und dem gleichnamigen Hörspiel mit SRF 2013 nicht neu – ist aber nicht unser künstlerisches Hauptinteresse. Thematisch waren wir völlig frei, was bei Stadttheater Produktionen nicht immer der Fall ist, da das Stück vorher ausgewählt und dann an den entsprechenden Regisseur zur Umsetzung weitergegeben wird.

Anlässlich der Abschlussausstellung in Stansstad wurde im „Whua“ eine Dokumentation, bestehend aus Originalmaterial aus der im November abgeschlossenen Arbeit ausgestellt, um dem Besucher einen Eindruck der vergangenen Aufführung im November 2017 zu geben. Einzelne Wandelemente bildeten um das zentrale Möbelstück in einem rechten Winkels einen relativ abgeschlossene Ecke, der sich in die Rauputzwand der Whua fortzusetzen schien und schafften so einen intimen Raum. Auf den Bühnenplänen an der Rauputzwand konnte der Zuschauer erkennen, dass alle Wandelemente zum Schluss ein grosses Rechteck bilden würden. Auf dem Möbelstück lag ein Ordner mit dem Stücktext. An der einen Wand der Wandelemente hingen mehrere Aufführungsfotos in alten in Brauntönen gehaltenen Rahmen gerahmt, daneben stand der Katzenbaum und die Absperrungen aus dem Stück. An einem Kleiderständer hingen zudem die Originalkostüme und fünf Klapphocker wurden ebenfalls ausgestellt, auf welchen die Zuschauer sassen. Auf das Zeigen einer Videoaufzeichnung wurde verzichtet, lediglich an der Aussenwand war neben dem Ankündigungsplakat eine kleine Hörstation mit einem Probemitschnitt eingerichtet.

Videodokumentation