Reisen als künstlerische Strategie – Unser Transfermodul im Frühling 2019

By Rene Gisler on

Das Reisen und die damit verbundene Bewegung durch Landschafts- und Kulturräume in künstlerischen Auseinandersetzungen sind Inhalt des Unterrichtsangebots. Es geht um Raum- und Zeiterfahrung, Auseinandersetzung mit Landschaft, Kulturveränderung und soziokulturellen Austausch. Im Zentrum der Vorbereitung stehen künstlerische Strategien und Methoden, welche es ermöglichen, Reiseerfahrungen sichtbar zu machen und zu vermitteln.

Das Transfermodul und die damit verbundene Reise nach London ist für die Studierenden des 2. Semesters zusammen mit unserem Partnerinstitut der Kingston University London geplant. Allumni sind herzlich willkommen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen beschränkt.

Inhalt

Es sind sowohl Reisedokumentationen wie auch spontane, vergängliche künstlerische Aktionen und Interventionen vor Ort und unterwegs möglich.
Gesellschaftspolitische, ökologische, ökonomische und soziale Zusammenhänge des Reisen werden erarbeitet und diskutiert. Wir leben in einer Zeit wo das Reisen von einer kommerzialisierten Unterhaltungs- und Konsumkultur bestimmt wird. Wie nehmen wir als Künstlerinnen und Künstler diese Kommerzialisierung wahr und wie gehen wir damit um? Wie können wir diese Tendenzen in unserer künstlerischen Arbeit reflektieren.
Heute wird das Reisen von A nach B mit grossem Energieaufwand total verkürzt. Die Bewegung durch den Raum ist nicht mehr das Thema des Reisens, sondern der Besuch eines fremden Ortes.
Dieser Besuch wird in der Regel nach kommerziellen und touristischen Vorstellungen vollkommen durchorganisiert.
Das Modul ermöglicht die Auseinandersetzung mit einem Gegenentwurf. Das Reisen und die Bewegung durch die Kulturräume werden zum Thema gemacht. Die Raum- und Zeitverschiebung bilden den zentralen Inhalt des Moduls. Die Organisation der Reise verläuft nach individuellen künstlerischen Kriterien und reagiert auf das unmittelbar Vorgefundene und Unbekannte.

Beigleitet wird das Modul von Jean-Pierre Grüter und Maria J. Lichtsteiner. Zur Realistaion gehört nebst der Vorbereteitung und der Reise die Aufarbeitung des entstandenen Materiales und eine Ausstellung.

Die Vor- und Nachbereitung findet jeweils Dienstags im Bau 745, Raum 345 statt. Die Termine im Detail:

  • Einführung, 19. 2. 2019. 9.30h bis 16.00h,
  • Methodenseminar u. Recherche 5.3.2019, 9.30h bis 16.00h
  • Theorie, Künstler Referenzen, Recherche, Einzelgespräche, 12.3.19, 9.30h bis 16.00h,
  • Zwischenpräsentation nachmittags Einzelgespräche, 19.3.19, 9.30h bis 16.00h
  • Präsentation mit Gästen, 28.5.2019, 9.30h bis 12.30h