Kunst am Bau im Feldbreite-Quartier in Emmen

By Rene Gisler on
Die Feldbreite wird zum Schauplatz von spielerischem Umgang, kreativem Zugang und kommunikativem Arbeiten mit Kreide in einer „intim“ gerahmten Öffentlichkeit des Quartiers.

Great things have small beginnings (Foto: Michael Kammer.)

Im Oktober des vergangen Jahres 2017 begannen die Recherchearbeit für eine Aufwertung des Feldbreite Pavillons der im Quartier steht. In Form eines „Kunst am Bau“ Wettbewerbs, den die Miteigentümergemeinschaft Feldbreite ausgeschrieben hatte und der im Rahmen eines Moduls des Master Kunst der Hochschule Luzern – Design & Kunst von Professor Maria Josefa Lichtsteiner, begleitet wurde, arbeiteten Master Studierende mit dem Fokus Art in Public Spheres an ihren Konzeptskizzen und Vorschlägen. Die Konzepte wurden von einer Jury geprüft; ausgezeichnet wurden Projekte von Michael Kammer, Reto Lienhard und Sarah Büchel wobei das Projekt von Michael Kammer zur Ausführung empfohlen wurde.

Das Projekt des in Bern lebenden Master Kunst Studenten Michael Mike Kammer, hat zum Ziel, die Bewohner der Feldbreite zu aktivieren und jedem Einzelnen und jeder Einzelnen die Chance zu geben, sich auf diesem Platz kreativ, kommunikativ und spielerisch zu betätigen. Mike Kammer liess die Wände des Feldbreite Pavillons mit Wandtafellack bemalen, um eine neue Plattform für Austausch zu schaffen. Auf dem Feldbreite Pavillon entstand ein Tafel-Band, welches auch das Quartier rund um diesen Platz verbinden soll. Der Vorteil dieser Tafelflächen ist ihre Wandelbarkeit. Durch die flüchtige Natur der Kreide, wird einem die Hemmung genommen sich an die leere Fläche zu wagen. Der Abrieb der Kreide ist ein subtraktiver Vorgang, der die Vergänglichkeit nicht nur im Abbild auf den Tafelflächen zeigt, sondern der sich auch im Zerfall der Kreide manifestieren wird. Damit sich die Bewohner aber auch mit ihrem Werk identifizieren, können die Werke auf Instagram unter dem Hashtag #feldkreide gepostet werden. Dies begleitet den Prozess von einem flüchtigen Medium in ein aufzeichnendes.

In einem Workshop unter Leitung von Mike Kammer wurden den Teilnehmern verschiedene Zu- und Umgänge mit den Tafelflächen nähergebracht, die das Leben in der Feldbreite für alle farbiger gestalten sollen. Wie die Tafelflächen in Zukunft genutzt werden, wird sich zeigen. Doch eines ist klar; „Great things, have small beginnings” (Artikel in der Emmen-Mail vom Mai 2018).