Museumspädagogik, ein Rückblick

By Rene Gisler on
Es macht Sinn, fachdidaktische Lektionen zur Arbeit mit ausserschulichen Lernorten an ebensolchen Orten durchzuführen. Nach dem Naturmuseum Luzern 2016 nutzten wir 2017 das Museum im Bellpark für unsere Übung im Feld Museumpädagogik des Master Kunst. Für zwei Termine im Dezember wurde das Museum Klassenzimmer, Reflexionsraum und Experimentierfeld für Vermittlung.

Mitten in der Ausstellung Heimspiel von Urs Lüthi schlug die Gruppe ein Basislager auf aus Klappstühlen, Papier, Stiften, Namensschildchen. Dazu: ein Stapel Bücher mit ausgewählten kunstpädagogischen/ vermittlerischen Positionen und Material zum Künstler. Methodisch verbinde ich jeweils die Diskussion und Aneignung von Ausstellungen mit der Reflexion über Ansätze zu deren Vermittlung. Zwei praktische Tools haben wir ausprobiert: eine erste Annäherung über plastische Selbstdarstellung mit Alufolie und deren Positionierung in der Ausstellung. Und eine Auslegeordnung mit assoziierten Begriffen.

Texte von Eva Sturm, Bill Masuch, Stella Geppert und Seraphina Lenz gaben einen theoretischen Rahmen. Zum Schluss skizzierten die Studierenden erste Ideen für Projekte im Kunstunterricht aus den vor Ort erarbeiteten Themen: … Aus den Superhelden beim FC Kriens und Urs Lüthi die Frage ableiten: Worin seid ihr Superhelden? Zeigt euch und inszeniert euch so. … Mit Objekten, Attributen und Fotos im Museum arbeiten. … Mit Begriffen als Auftrag für ein längeres Projekt arbeiten. … Vom Beamten aus: in der Pause nicht arbeiten. Den Schülerinnen und Schülern 45 Minuten Pause geben und sie danach beauftragen, was sie in der Pause gemacht haben zu dokumentieren. … Alltagsbezug, alt werden, Identität/ Selbst, anwesend/abwesend sein und das Gepäck waren weitere Ansätze. Mich persönlich interessierte noch die Industriegeschichte der Firma Bell. Der Stoff für weitere Diskussionen wäre uns also nicht ausgegangen. Mal schauen, wohin es uns im kommenden Winter mit der Fachdidaktik zieht. (Bild und Text: Susanne Kudorfer, 2018)