Roundtable Transkulturelle Kunstpädagogik

By Vera Leisibach on
Kunstunterricht in der postmigrantischen Gesellschaft
Kontexte – Chancen – Visionen

Der Roundtable versammelt Expertinnen und Experten sowie Interessierte im Bereich von Kunsterziehung und Kulturwissenschaft zu aktuellen Perspektiven auf die Chance künstlerischer Gestaltung in emanzipativem und transkulturellem Sinn in der postmigrantischen Gesellschaft. Postmigrantisch heisst: Migration hat stattgefunden und findet statt; sie betrifft alle. Die zeitgenössische Kunst hat für diese Situation schon längst transkulturelle Prozesse ausgelöst, sei es an Biennalen oder in einzelnen Projekten. Was kann die Schule davon lernen? Was kann insbesondere im Fach „Bildnerisches Gestalten“ auf Sek I und II vermittelt werden betreffend Fragen kultureller Diversität?

Zeit: Freitag, 18.11.2016, 13:30 – 17:00 Uhr
Ort: Viscosistadt Bau 745, Nylsuisseplatz 1, Emmenbrücke
Raum: 455, 4. Stock

 Bild aus dem Unterrichtsprojekt „Dingwelten“ von Timothy Studer (2015)

Bild aus dem Unterrichtsprojekt „Dingwelten“ von Timothy Studer (2015) „Bei diesem BG-Projekt werden wir in die Welt der Dinge eintauchen. Wir alle sind von Gegenständen umgeben; manche davon brauchen wir jeden Tag, andere erinnern uns an etwas Schönes und wiederum andere besitzen wir einfach so. Gegenstände haben für jeden von uns eine individuelle Bedeutung und sagen damit etwas über die Persönlichkeit aus; sie symbolisieren etwas und ihnen wird etwas zugeschrieben.“ (aus dem Aufgabenbeschrieb)

Programm:

13:30 Begrüssung
14:00 – 15:00 Impulsreferate inkl. Diskussion
15h Pause
15:30 – 16h30 Workshop
16:30 – 17:00 Abschluss

Impulsreferat 1
Christoph Wulf (DE), Freie Universität Berlin
Bild und Imagination. Imaginäre und performative Grundlagen der Kultur
Seit mehr als dreißig Jahren arbeitet Wulf an Fragen der Pädagogischen Anthropologie. Dabei geht es ihm um das Wissen vom Menschen in einer globalisierten durch kulturelle Diversität charakterisierten Welt. Das Ziel seiner Forschungen liegt darin, mithilfe historischer und ethnographischer Methoden sowie philosophischer Reflexion einen Beitrag zum Selbstverständnis von Kultur, Kunst und Selbstverständnis zu leisten.

Impulsreferat 2
Wiktoria Furrer (Master und MAS), Institut für Kritische Theorie, ZHdK
Transkulturelle Mikropraktiken des Denkens, Handelns und Fühlens
Seit einiger Zeit arbeitet Wiktoria Furrer an ihrem PhD zu Radical Pedagogies in der Kunst an der ZHdK; sie forscht über Mikropraktiken als Formen des Widerstands und Engagements in zeitgenössischer Performancekunst. In ihrem Beitrag untersucht sie anhand von Beispielen die Potentiale und Limitationen künstlerischer radical pedagogies und fragt nach den transkulturellen Mikropraktiken des Denkens, Handeln und Fühlens.

Weitere Teilnehmende:

Verena Widmaier (PH Luzern)
Präsidentin LGB Schweiz, Arbeitsschwerpunkte Bildnerisches Gestalten und Diversität in der Primarschule

Elke Kappus (PH Luzern)
Arbeitsschwerpunkte: Schule und Migration, soziale Ungleichheit/Chancengerechtigkeit, Transkulturalität & Diversity Ansätze in der Pädagogik

Anastasia Katsidis
Künstlerin und Kunstpädagogin, Fachdidaktik Dozentin Master of Arts in Fine Arts, Hochschule Luzern – Design & Kunst, Lehrbeauftrage BBZB Gestalterische Berufsmatura

Duri Paulin
BG-Lehrer und Leiter Fachschaft am Gymnasium Alpenquai Luzern

Timothy Studer
MA Fine Arts, Major Art Teaching (abgeschlossen 2016); Praktikum im Bereich transkulturelle Kunstpädagogik

Mathias Walter (PH Luzern)
MA Fine Arts, Major Art Teaching (abgeschlossen 2015), Dozent BG Primarstufe an der PH Luzern

Johanna Gschwend
MA Fine Arts, Major Art Teaching 2. Jahr, Praktikum im Bereich transkulturelle Kunstpädagogik

Weitere Gäste sind herzlich willkommen!

Organisation:

Silvia Henke, Leitung Theorie (Bachelor) und Leitung Forschungsprojekt „Transkulturelle Kunstpädagogik. Ein Pilotprojekt im Innern der Schweiz“ (Mercator 2014-2016)

Alexandra d’Incau, MA Art Teaching, Assistenz MA Fine Arts 2011-2016, Assistenz im Forschungsprojekt

GetFileAttachment

Heimat wo noch keiner war (2014, Martina Steinbacher, MA Fine Arts, Major MAT) (Skizze aus dem Kick-Off-Workshop „Ansätze Transkultureller Kunstpädagogik und Diversität im Inneren der Schweiz“ )