Pascale Eiberle

By Vera Leisibach on
Ninfas
Ninfas polarisieren und entpolarisieren: es handelt sich dabei um Bilder, Medien, Abbilder und Fotografien, die sich durch die Zeit bewegen; um Bilder, die Wissen in sich aufnehmen ohne je zu einer Konklusion zu gelangen.

Museen, Bibliotheken, Zeitungen sind Orte, in denen bewegliches Wissen gebildet wird. So gilt etwa die NZZ als internationale Schweizer Zeitung und Nachrichtenquelle, durch welche von uns erweitertes Wissen des Tages, des Monats und des Jahres aufgenommen wird. Aus dieser Ebene, den «Public News», löst sich in Ninfas Bildmaterial aus einem Kontext heraus und breitet sich im Raum aus. Das Bild wird aufgenommen und neu ausgerichtet – in Form eines Gedankens, eines Kontextes oder einer Zeichnung wird eine Geschichte mittels bildnerischer Strategien neu erzählt. Aber welche Informationen sind wichtig? Was ist heute aktuell? Nach der täglichen Auseinandersetzung wird gesammeltes Material wieder abgelegt oder weitergereicht. Der Tisch, das Atelier, der Mensch, die Künstlerin funktionieren als Tätigkeits-Maschine: es gibt kein Fragen nach dem Ergebnis, sondern Fragen nach dem Affizierenden. Wir stehen vor jedem Bild als Betroffene und in etwas Verstrickte. Bilder lösen eine Stimmung, ein Gedankenkonstrukt, einen Inhalt aus. Aber wie gehen wir damit um und wie verarbeiten wir sie? Welche Wahrnehmungen, Beurteilungen und Beschäftigungen werden in uns durch Bilder hervorgerufen?

File: NZZ Nr.59/237.Jg. Dokumentationsscan vom Freitag, 11. März 2016. Printdruck, Dispersion und Bleistift auf Papier, Zürich 2016.

Pascale Eiberle, Ninfas, Ausstellungssituation, Emmenbrücke, 2016, Foto: Niki Spoerri

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Pascale Eiberle, Ninfas, Ausstellungssituation, Emmenbrücke, 2016, Foto: Niki Spoerri

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Pascale Eiberle, Ninfas, 2016, File: NZZ Nr.59/237.Jg. Dokumentationsscan vom Freitag, 11. März 2016, Dispersion und Bleistift auf Papier, Zürich 2016

Prozessdokumentation: