Julie Fischer

By Vera Leisibach on
La piste
Wenn man aufmerksam ist für das, was es zu hören gibt, bekommen die physischen Räume ein anderes Relief; sie erhalten eine zusätzliche Dimension, die uns Neues erzählt.

„Je me promène en dehors du centre, en direction de la réserve naturelle, et suis un chemin bétonné qui conduit à la rivière. D’ici, on peut voir des espaces boisés. (…) Il règne, il s’impose un silence habité. Habité par quelques résidus de bruits de moteurs: au loin la circulation. Quelques avions de temps en temps. L’un passe justement; c’est un son diffus, paradoxalement discret, s’estompant peu à peu.“ (extrait de notes, Lachen, décembre 2014)
Auf Spaziergängen ohne vorausbestimmte Strecken erforschte ich Lachen: Ich lief über Grünflächen und durch bewaldete Gebiete, passierte bebaute Zonen und Strassen, durchquerte Innen- und Aussenräume. Meine visuelle und auditive Beobachtung folgte der Absicht, Geräusche und Klänge zu entdecken, ihnen zu folgen und mich von ihnen (ver)führen zu lassen.
Den Besucherinnen und Besuchern werden Kopfhörer und MP3-Player zur Verfügung gestellt. Durch Audiosequen-zen, die auf Atmosphären und Klänge aufmerksam machen, wird ein akustischer Weg vorgeschlagen, der sie an spezifische Orte führt. Indem sich ihre individuellen Assoziationen und Eindrücke mit dem Gehörten vermischen, entstehen neue Klangräume.

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Julie Fischer, La Piste, Lachen, 2015, Foto: Julie Fischer