Elisabeth Nold

By Rene Gisler on
Mentorin und Tutorin

Elisabeth Nold„What philosophy cannot state, art lays open.” (William Empson: The Complete Poems)

Elisabeth Nold Schwartz, geboren 1974, interessiert sich stark für die Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis, insbesondere für die Frage, wie sich theoretisches und poietisches Wissen auf eine einander ergänzende Weise so verbinden lassen, dass sie sich im Batailleschen Sinne überschreiten und neue Denk- und Handlungsräume hervorbringen.

Diese Ambivalenz zeigt sich auch in ihren Ausbildungen. So absolvierte sie in jungen Jahren eine klassische Tanzausbildung, später erfolgte ein theoretisches Studium der Theater- und Tanzwissenschaft an der Uni Bern, mit den Nebenfächern Philosophie und Populäre Kulturen (Schwerpunkt Alltagskultur). Der anschliessende Master Art in Public Spheres in Luzern (Abschluss 2020) wiederum ermöglichte ihr die Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich theoretisches Wissen in eine künstlerische Praxis transformieren liesse. So beschäftigte sich ihre Masterarbeit www.co-being.ch mit Jean-Luc Nancys dekonstruktivistischer Gemeinschaftstheorie und dem Versuch, diese durch die Praxis der Mit-Teilung erfahrbar zu machen.

Aktuell beschäftigt sich Elisabeth Nold Schwartz vertieft mit Kunst im alpinen Raum, ein Thema, zu dem sie ein Phd-Projekts plant. Sie geht der Frage nach, wie sich der alpine Lebensraum fernab einer Utopie, eines Mythos oder einer Tourismusstrategie überhaupt erfahren lässt und wie wiederum diese Erfahrung in einer künstlerischen Praxis wiedergegeben werden könnte.