Expertenworkshop “Ansätze transkultureller Kunstpädagogik”

By Rene Gisler on

24. Oktober 2014 in Luzern an der Baselstrasse 61a von 9.00h bis 16.30hZum Workshop „Ansätze transkultureller Kunstpädagogik im Innern der Schweiz“ treffen Dozierende und Forschende des Masters Kunst, der Pädagogischen Hochschule Luzern und ausländischer Fachhochschulen und Universitäten mit Diversity-Verantwortlichen und am Bereich Diversity Interessierten, mit Lehrpersonen Bildnerisches Gestalten für Maturitätsschulen sowie Vertreter/innen des Vereins LBG, mit Praxislehrpersonen aller Stufen inkl. der Pädagogischen Hochschule Luzern sowie mit Studierenden des Master of Art in Fine Arts (Major MAT und MAPS) Luzern zusammen.

Rahmung: ein Pilotprojekt im Innern der Schweiz

In der Schweiz ist die Praxis und Forschung zu transkulturellen Ansätzen in Kunstvermittlung und Kunstpädagogik erst wenig entwickelt. Lehrpersonen aller Schulstufen bestätigen, dass Identität, sowohl die kulturelle als auch die individuelle, im Bildnerischen Gestalten ein wichtiges Thema ist, dem aber innerhalb der Schulstruktur und der Lehrpläne zu wenig Gewicht eingeräumt wird. Die Sensibilität für kulturelle Prägungen und transkulturelle Zusammenhänge zu wecken und zu fördern ist deshalb Ziel der kunstpädagogischen Experimente, die wir ab HS 2014 bis FS 2016 zusammen mit interessierten Lehramts-Studierenden unseres Studienganges innerhalb einer ihrer Praktika-Einheit entwickeln und umsetzen wollen und die im Sommer 2015 eine erste fundierte Auswertung erfahren. Um das Projekt aus theoretischer wie praktischer Perspektive gut vorzubereiten, führen wir als Kick-off-Veranstaltung eine Tagung durch, zu der wir Sie herzlich einladen möchten.

Der Anlass „Ansätze transkultureller Kunstpädagogik im Innern der Schweiz“

Der Studiengang Master of Arts in Fine Arts (Major Art Teaching und Major Art in Public Spheres) will innerhalb der Vertiefung MAT, welche zum Unterrichten des Fachs Bildnerisches Gestalten auf SekII befähigt, seine Ausbildungsinhalte um den Fokus der Transkulturellen Kunstpädagogik erweitern. Im Vorfeld der oben beschriebenen Praktika-Entwicklung und -durchführung veranstalten wir eine Tagung mit Inputs, Workshops und Gesprächsrunden zu Themen wie Identität, Biographie, Gemeinschaft, Individuum mit Augenmerkt auf deren Repräsentation in Alltag, Kunst und Kultur im Zusammenhang des Fachs Bildnerisches Gestalten.

Gemeinsam möchten wir bestehende Diskurse, Chancen und Herausforderungen transkultureller Kunstpädagogik diskutieren, Erfahrungen austauschen und Schwierigkeiten und kritische Punkte benennen. Dazu gehören Fragen nach Diversität auf der Ebene der Lehrperson sowie der Schüler und Schülerinnen ebenso wie die Frage, warum insbesondere das Fach Bildnerisches Gestalten (entspricht dem Fach „Kunst“ in Deutschland) dafür prädestiniert ist bzw. sein könnte, nachhaltig produktiv mit den vielfältigen Kunst-, Kultur- und Medienverständnissen umzugehen. Wem eröffnen sich welche Handlungsräume? Wo liegt in Theorie und Praxis ein bildungspolitisches, ein kunstpädagogisches, aber auch künstlerisches Potenzial brach? Die Meinungen, Ideen und Anregungen der Teilnehmenden werden dokumentiert, aufbereitet und reflektiert, um Eingang in den weiteren Prozess zu finden. Die Tagung wird von Studierenden mithilfe von Notizen, Zeichnungen und Videoaufnahmen protokolliert.

Details zum Programm und zum Ablauf des Expertenworkshops als pdf-Dokument.