Stadt auf Achse

By Vera Leisibach on

Die übergeordnete Fragestellung von „Stadt auf Achse“ lautet: Wie kann die Zusammenarbeit von Künstlerinnen und Künstlern und der Bevölkerung in den jeweiligen Quartieren, Stadtverwaltung und Wirtschaftspartnern so optimiert werden, dass das Potenzial von Kunst und künstlerischer Praxis für die Entwicklung von städtischen Räumen eingesetzt werden kann? Wie kann mit partizipativen Strategien die Bevölkerung in diese Prozess einbezogen werden? Angestrebt wird eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen PartnerInnen aus Kunst, Wirtschaft, Stadtplanung, Kultur- und Sozialwissenschaften. Diese Zusammenarbeit wird in einem Tool abgebildet und systematisiert, das für den künftigen Miteinbezug von Kunst in Stadtentwicklungsprozesse sowie der Durchführung von kulturellen Projekten als Anleitung dienen soll.

Stadt auf Achse wird gefördert von KTI.

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Luzern – Stadt auf Achse

Im Fokus der Forschung stehen vier städtische Achsen, die infolge ihrer Mehrfachnutzung und städtischer Verdichtung als Verkehrsadern, Einkaufs-, Arbeits- oder Wohnorte und auf Grund ihrer stadträumlichen Bedeutung oft besonders sensible, emissionsbelastete und problematische Räume darstellen. Konkret sind dies die Wehntalerstrasse, die Hohlstrasse und die Badenerstrasse in Zürich und die Achse Baslerstrasse – Seetalplatz in Luzern, alles Lebensräume, in denen momentan keine verkehrstechnischen Massnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität möglich sind und deshalb Alternativen gesucht werden müssen.

Im Rahmen einer Versuchsreihe werden an den vier Achsen gemeinsam mit Kunstschaffenden verschiedene künstlerische Formate ausgetestet und Interventionen realisiert. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Formen der Partizipazion und dem Einbezug der Bevölkerung. Die Analyse und Evaluation verschiedener künstlerischer Strategien sowie der unterschiedlichen Vorgehensweisen und Wirkungen dieser Kunsteinsätze dienen als empirische Grundlage.

Darüber hinaus werden eine Reihe von bereits realisierten Projekten als Referenzbeispiele beigezogen, analysiert und ausgewertet. Im Laufe der Forschung finden drei interdisziplinäre Workshops statt, die der Reflektion, Theoriebildung und Weiterbildung aller beteiligter Partner dienen. Alle Daten und Erkenntnisse fliessen in eine Datenbank ein, die als Grundlage für die Toolentwicklung dient. Das Tool steht am Ende allen beteiligten Partnern und weiteren interessierten Kreisen zur Verfügung. Das Projekt wird mit der Veröffentlichung einer Publikation abgeschlossen.

Antragssteller und Projektpartner:

Hochschule Luzern (HSLU), Gabriela Christen; Hauptgesuchstellerin
Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), Christoph Schenker; Mitgesuchsteller
Stadt Luzern, Kultur und Sport (KUS LU), Rosie Bitterli; Mitfinanzierungspartnerin
Stadt Zürich, Arbeitsgruppe Kunst im öffentlichen Raum (AG KiöR), Christoph Doswald; Mitfinanzierungspartner

Heller Enterprises GmbH, Martin Heller; Umsetzungspartner
Ringier Kunstverlag AG, Lionel Bovier; Umsetzungspartner

Kontakt:

Stadt auf Achse
Forschung und Entwicklung, CC Kunst & Öffentlichkeit
Hochschule Luzern – Design&Kunst
Sentimatt 1/ Dammstrasse
6003 Luzern